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Heilzentrum Kloster Gut Saunstorf… auf dem Weg zur Eröffnung – Interview mit Menschen, die hier wirken

26. Juni 2023

Im Herbst dieses Jahres soll es eröffnen, das Heilzentrum Kloster Gut Saunstorf, als ein Ort ganzheitlicher Heilung, angebunden an das Kloster. In diesem Beitrag kommen Menschen zu Wort, die aktiv am Entstehungsprozess mitwirken.

Dr. med. Elina Hildebrand – Ganzheitliche Ärztin (im Bild zweite Reihe Mitte)
Luna U. Müller – Heilerin  (im Bild erste Reihe ganz rechts)
Petra Schwarzkopf – Ayurveda Gesundheitsberaterin (im Bild erste Reihe Mitte)
Ingo Wuddel – Assistenz der Geschäftsführung

Wie kam es zur Gründungsidee eines Heilzentrums?

„Bewusstsein heilt.“
OM C. Parkin

Luna: Das Licht des Bewusstseins nach und nach in die verschiedenen Ebenen des Menschseins zu bringen, dadurch Ganzwerdung zu erfahren – vor allem auch durch die Begegnung mit dem, was wir bisher nicht sehen oder fühlen wollten – ist Teil jedes Heilungsprozesses. Die Begleitung solcher Prozesse geschieht im modernen Kloster seit seiner Gründung. Und so entstand nach einigen Jahren dieser natürliche Impuls für einen Ort, der „die Hand reicht“, der leicht zugänglich ist für an Bewusstwerdung interessierte Menschen und der die Basis des Menschseins, den Körper, bewusst in diese Heilungsprozesse einbindet. Im Heilzentrum werden die langjährigen Erfahrungen der Ärzte und Therapeuten den Menschen konzentriert zur Verfügung gestellt.

Was hat dich motiviert, im Team des Heilzentrums Kloster Gut Saunstorf mitzuarbeiten?

Petra: Seit 2010 lebe und arbeite ich in Saunstorf und stehe den Gästen als Ayurveda-Gesundheitsberaterin und Körpertherapeutin zur Verfügung. Für mich ist die Entstehung des Heilzentrums aus dem Kloster heraus eine ganz natürliche Entwicklung, die mich sehr freut. Ein Kloster, welches der geistigen Klärung und Entleerung dient, ist ein wunderbarer Ort für körperliches Gesundungsgeschehen.

Mit der Entstehung des Heilzentrums erfüllt sich ein langgehegter Herzenswunsch. Der Ayurveda betrachtet den Menschen auf 3 verschiedenen Ebenen: körperlich, emotional und geistig. Die Stille und Präsenz des Klosters erlauben den Gästen – und auch den Therapeuten – ein tiefgreifendes Sehen, Einfühlen und Entspannen. So eröffnet sich ein Zugang zur Heilung, der aus meiner Sicht über den Körper hinausgeht. Dieses gemeinsame Lernen, Wachsen und sich Entwickeln mit den Klienten und den Kollegen ist erfüllend und auch heilsam für mich.

Elina: Bei mir zeichnete sich im Jahre 2018 ab, dass eine berufliche Veränderung ansteht und ich den chirurgischen Klinikbetrieb verlassen möchte. Anfang 2019 wurde ich gefragt, ob ich bereit bin, als ärztliche Beraterin bei der Konzeption eines ganzheitlichen Gesundheitshauses mitzuwirken. So war es natürlich zu antworten: Gerne, und ich möchte nicht nur beratend tätig sein, sondern ich möchte auch dort arbeiten.

Wie erlebst du den Entstehungsprozess?

Elina: Ich erlebe den Entstehungsprozess als fundiert, wohlüberlegt und eingebettet in einen natürlichen, umfassenden Entfaltungsprozess. Die gemeinsame Entwicklung in einem Team aus verschiedenen Therapeuten mit zwei Ärzten ist ein überaus kreativer Prozess. Dies ist schön, beglückend, bereichernd, beängstigend, herausfordernd und erkenntnisreich gleichzeitig. Lebendig eben.

Petra: Es ist aufregend! Ein Wachsen auf allen Ebenen. Dieses wunderschöne Haus mit all seinen Möglichkeiten, das Therapeuten-Team mit all seinen verschiedenen Persönlichkeiten und die Arbeit: alles wächst, verbindet sich, inspiriert sich. Altes weicht Neuem. In diesem Wandlungsprozess kommen auch immer wieder Ängste und Zweifel. Kann ich das? Geht das? Loslassen von eigenen Vorstellungen und Wünschen. Mich den gegebenen Umständen hingeben. Die eigene Begrenztheit wahrnehmen und auch das wieder loslassen. All das spüren, in und mit dem Team sprechen, dann löst sich diese innere Verkrampfung und Kontrolle und ich bin in Kontakt mit mir und dem Potenzial des Lernens, Wachens und Zusammenwachsen. Das nährt mein Vertrauen und meine Freude, Teil dieses Entwicklungsgeschehens, des Teams und des Heilzentrum zu sein.

Was macht das Heilzentrum aus deiner Sicht einzigartig?

Petra: In unserem Zentrum kommen nicht nur Schulmedizin und alternative Heilmethoden unter einem Dach zusammen, sondern es besteht für Klienten die Möglichkeit, diese Methoden mit Innerer Arbeit und Selbsterforschung zu vertiefen. Alle Therapeuten sind langjährige Schüler auf dem inneren Weg. Diese Verbindung der Therapeuten auf dem inneren Erfahrungsweg bildet für mich eine Art übergeordnetes geistiges Gefäß, in das sich der Klient hineinfallen lassen und seinen ganz persönlichen Weg finden und gehen kann.

Elina: Zum einen ist der Ort einzigartig, an dem es entsteht. Das moderne Kloster Gut Saunstorf ist ein stiller, heilsamer, gleichsam zeitloser Ort, an dem Heilung auf allen Ebenen geschehen kann. Zum zweiten ist das Heilzentrum eingebettet in die Weisheitslehre, geführt von einem spirituellen Meister, getragen von einer Gemeinschaft Suchender. Somit weckt das Heilzentrum in Menschen das Bewusstsein ihrer eigenen Verantwortung im Heilungsprozess und die Heilimpulse werden auf allen Ebenen gegeben. Dies geschieht in einer natürlichen Rangfolge. Dabei spielt die Körperebene anders als im klassischen Medizinsystem nicht die Hauptrolle und somit wird Heilung hier auch nicht verstanden als „wieder funktionstüchtig“ werden. Heilung ist ein Teil des Lernens, der Ganzwerdung und des Erkenntnisprozesses des Menschen.

Was wirst du anbieten und für wen?

Elina: Ich werde das anbieten, was mir zur Verfügung steht. Das ist in erster Linie eine Hingabe an den Prozess des gemeinsamen Herausfindens, was es für diesen Menschen in diesem Moment an Unterstützung braucht. Für mich als Ärztin liegt die Frage nahe, was es auf körperlicher Ebene braucht. Dabei stehen mir eine tiefe Verbindung zum Bauchraum des Menschen mit all seinen Organen, schulmedizinisches Wissen, die Lehren der klassischen Akupunktur sowie die Kinesiologie zur Verfügung. Vor allem aber wirkt in diesem Prozess meine Intuition, die mich oft an Dinge denken lässt, die mich selbst überraschen. Ich biete das für alle an, die es möchten und denen es etwas wert ist.

Petra: Ich arbeite seit 1995 als Ayurveda-Gesundheitsberaterin mit Schwerpunkt Massagen. Massagen, mit denen Körperkanäle, Muskeln und Faszien je nach Indikation gedehnt, genährt und Blockaden gelöst werden. Gelenke erfahren Entlastung und können sich wieder freier bewegen. Überaktive Nerven beruhigen sich und (chronische) Schmerzen erfahren Linderung.

Der Ayurveda ist grundsätzlich für Menschen geeignet, die sich für Ihre Gesundheitsvorsorge verantwortlich fühlen oder für Menschen mit chronischen Beschwerden. Hier ist der Ayurveda ein wirkungsvoller, sanfter und nebenwirkungsfreier Begleiter.

Seit mehreren Jahren erfährt meine Arbeit ein steigendes Interesse, diese einzelnen Behandlungen in einer Kur für ein vertieftes Gesundungsgeschehen zu bündeln. In diesen Regenerations- und Fastenkuren ergänze ich die individuellen Behandlungspläne mit Empfehlungen für einen ausgewogenen Lebensstil und Ernährung. Diese Kuren sind grundsätzlich eingeteilt in 3 Phasen: System stärken, Blockaden weichmachen, Blockaden lösen. Zu Hause in der Alltagsumgebung nach der Kur geschieht die Rehabilitation des Körpers auf ganz natürliche sanfte Weise. In der Lösungsphase ist eine Darmreinigung entweder mit ayurvedischen Ölen oder mit der Colon-Hydro-Therapie integriert.

Worauf freust du dich am meisten?

Petra: Oh, das ist eine längere Liste!      😉

Auf das wunderschöne Haus und meinen neuen großzügig geschnitten Behandlungsraum mit Schwitzbox. Die neuen Räume bieten einen weit größeren Komfort für die Behandlungen als bisher. Die Kollegen sind auf der gleichen Etage, und nach einer Behandlung besteht für den Klienten die Möglichkeit, bei einer Tasse Tee am Kamin zu ruhen oder im Laden zu stöbern. All diese Möglichkeiten auszuprobieren und anzubieten, darauf freue ich mich riesig.

Meinem Gefühl nach birgt dieser neu entstandene Ort ganz neue Möglichkeiten für alle, die wir im Moment noch gar nicht abschätzen können. Es ist ein Abenteuer!

Elina: Es ist gar nicht so sehr, dass ich mich auf etwas freue. Ich bin schon mitten in der Freude drin. Es beglückt mich zutiefst, Menschen zu begleiten und mit meinen Händen, meinen Worten und meinem Herzen zu behandeln. Es beglückt mich, meinen Beitrag zu leisten, dass dieses Heilzentrum gedeihen und sein Werk tun kann. Was auch immer das genau bedeutet.

Wann und wie startet das Heilzentrum?

Ingo: In den letzten Monaten hat es leider mehrfach bauliche Verzögerungen gegeben, so dass sich die ursprünglich für Sommer geplante Eröffnung des Heilzentrums auf voraussichtlich 27. Oktober verschiebt. Start wird eine 2-tägige Auftaktveranstaltung mit Vorträgen und Hausführungen, musikalischen Einlagen und Kostproben aus Café und Laden sein – teils mit geladenen Gästen, teils öffentlich. Direkt im Anschluss beginnt unsere erste Kur „Entschlacken und Stärken – mit Säften und Kräften der Natur“, die speziell zur Eröffnung des Heilzentrums entwickelt wurde und sich durch eine besondere Vielfalt der Angebote und Anbieter auszeichnet.

Vielen Dank an euch alle für dieses Interview!

Informationen zur Eröffnung des Heilzentrums und zu den Angeboten finden Sie hier:

www.heilzenturm-saunstorf.de

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